Zum Hauptinhalt springen

“Heiße Ernte” Zeit

 

Hopfenranke für Hopfenranke rauscht von der Gerüstspitze dem Boden entgegen, der Wagen füllt sich, die Pflückmaschine dröhnt im Hintergrund und die Balken in der Lagerhalle biegen sich unter der Last der steigenden Anzahl prall gefüllter Hopfensäcke! Die Hopfenernte und alle damit einhergehenden Gefühle stehen für die heißeste Phase im Jahr. Und das gilt seit jeher. Schon zu Opa Bernhards Zeiten sprach man von der “heißen Ernte”. Damals möglicherweise mit einem vielsagenden Augenzwinkern. Denn die Hopfenernte war damals nicht nur der Showdown des Hopfenjahres, sondern zugleich Startschuss für den saisonalen Heiratsmarkt in Tettnang.  Dieser war wohl eine Begleiterscheinung der großen Ansammlung weiblicher Erntehelferinnen, die von nah und fern nach Tettnang kamen, um ihre Haushaltskassen aufzufüllen. Diese geballte Weiblichkeit lockte natürlich unweigerlich die ortsansässige Junggesellenschaft in die Hopfengärten. Deren Strategie war simpel wie genial.  Beim sogenannten Ästlesbrocken nimmt der Junggeselle Platz neben der schönen Hopfenbrockerin, unterstützt die Dame bei der Pflückarbeit und demonstriert der potentiellen Partnerin seine Fähigkeiten am Ranken. Die Hopfenbrockerin genießt den sich rasch füllenden Hopfenkorb genauso wie die Anwesenheit des Junggesellen und nicht wenige dieser Begegnungen fanden ihr happy end vor dem Traualtar. Ja, während der Hopfenernte ging es romantisch zu! Manchmal vielleicht auch zu romantisch, was ein Beschwerdebrief des damaligen Friedrichshafener Amtsarztes bezeugt... aber das ist ein anderes Thema.

 

Dieses heiße Ernte Lebensgefühl - frisch verliebt in der Aufregung des Erntetrubels, den unverwechselbaren Geruch von reifen Hopfendolden verknüpft mit all den Emotionen, die früher wie heute nur während der Hopfenernte aufkommen, wollen wir in einem besonderen Bier einfangen. So ein Bier kann natürlich nur mitten in der Erntezeit und nicht mit gewöhnlichem Hopfen gebraut werden. Vielmehr mit einer feinen Auswahl erlesener Dolden, von Hand gepflückt, ungetrocknet, genau richtig dosiert. Das Ergebnis ist unsere Grünhopfenbierspezialität die “heiße ernte”.

Am Samstag war es soweit. Es ist eines der Ernte-Highlights auf das wir uns schon jedes Jahr freuen! Für den ersten Sud “heiße ernte” versammelt sich nämlich tatsächlich traditionell das Brauerei-Team frühmorgens zum Hopfenbrocken im Hopfengarten. Dann geben Braumeister Fritz und seine Jungs richtig Gas und nutzen die Chance alle Gärtanks bis obenhin mit heißer ernte zu füllen. In etwa fünf Wochen kommt sie dann in die Flasche. Jeder Schluck garantiert eine hopfige Erinnerung an die heiße Erntezeit!

 

TETTNANGER der beste Hopfen der Welt?

Wenn sich Brauer über Hopfensorten unterhalten, dann darf der Tettnanger nicht fehlen. Zu Recht,...

mehr lesen ...

Viel mehr als ein Hocker …

„Auf dem Hopfenbrockerhocker hocken die Hopfenbrocker und brocken Hopfen“… Tatsächlich, tausende von...

mehr lesen ...

Jetzt wird’s richtig bitter!

Die Hopfengut sud eins Flasche wartet im Kühlschrank, dann endlich der große Moment: In der Runde...

mehr lesen ...